Resistenzen gegen Antibiotika werden bedrohlich

ls eine "ernste weltweite Bedrohung der öffentlichen Gesundheit" hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem ersten "Global Report on Antibiotic Resistance" die abnehmende Wirksamkeit von Arzneimitteln gegen Infektionskrankheiten bewertet. "Dies ist nicht länger eine Befürchtung für die Zukunft, sondern die Bedrohung ereignet sich jetzt und betrifft jeden, in jedem Alter und in jedem Land", sagte der stellvertretende WHO-Direktor für Gesundheitssicherheit, Dr. Keiji Fukuda.

Überall auf der Welt finden sich zum Beispiel Darmbakterien der Art Klebsiella pneumoniae, die nicht auf sogenannte Cephalosporine der dritten Generation oder Carbapeneme ansprechen. Die Bakterien können unter anderem Atem- und Harnwege infizieren, gefährlich sind sie insbesondere für immungeschwächte Patienten und für Frühchen.

Zweitgrößte Übernahme in Bayers Firmengeschichte

Das ist die größte Übernahme des Pharma- und Chemiekonzerns seit dem Kauf des Berliner Arzneimittelrivalen Schering für rund 17 Milliarden Euro im Jahr 2006. Durch die Akquisition steigt Bayer weltweit zum zweitgrößten Anbieter von rezeptfreien Medikamenten auf. Die Transaktion müsse noch von den Kartellbehörden genehmigt und soll dann im zweiten Halbjahr 2014 abgeschlossen werden.

Novartis gibt zwei seiner Sparten ab und strukturiert sich neu

Novartis kündigte am Dienstag einen großangelegten Umbau mit Tauschgeschäften und Teilfusionen an, in den neben GSK auch Eli Lilly einbezogen ist. Die Führung von Novartis vollzieht damit einen radikalen Kurswechsel und baut gezielt das schnell wachsende und hochlukrative Krebsgeschäft aus. Im Gegenzug stoßen sie die kleinen und renditeschwachen Sparten Impfstoffe, Tiergesundheit und rezeptfreie Medikamente ab.

Den veröffentlichten Plänen zufolge kauft Novartis für 10,5 Mrd. Euro das Krebsmedikamentengeschäft von GSK. Glaxo will sich künftig auf die Kernbereiche Impfstoffe, Atemwegserkrankungen, Verbraucherprodukte und HIV-Medikamente konzentrieren. Im Gegenzug verkauft Novartis den Briten ihre Impfstoff-Sparte für 7,1 Milliarden Dollar.

Pfizer will Astra Zeneca übernehmen

Das Gebot hatte Astra Zeneca abgelehnt. Am 26. April sei ein erneutes Gebot abgelehnt worden, heißt es in einer am Montag verbreiteten Mitteilung von Pfizer. Nun haben die Amerikaner bis 26. Mai Zeit, ein weiteres Gebot vorzulegen.

Millionen-Reserve für die künftige Pflege

Ab 2015 sollen alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und ihre Arbeitgeber gemeinsam 0,1 Prozentpunkte des Pflegeversicherungsbeitrags an den Fonds abführen.
1,21 Milliarden Euro sollen so im nächsten Jahr zusammenkommen, rechnet die Regierung. Als Ende des Ansparzeitraums nennt der Gesetzentwurf das Jahr 2033.

Der Ansparzeitraum bis 2033 ergibt sich laut der Gesetzesbegründung daraus, dass die Geburtsjahrgänge 1959 bis 1967 mit 1,24 bis 1,36 Millionen Menschen deutlich stärker besetzt sind als die davor und danach liegenden Jahrgänge. Im Jahr 2034 erreiche der erste dieser Jahrgänge das 75. Lebensjahr. Dann steige für diese Menschen das Risiko, pflegebedürftig zu werden.

Gesundheitsausgaben erstmals über 300 Milliarden Euro

Konkret beliefen sie sich auf 300,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Plus um 6,9 Milliarden Euro (2,3 Prozent). Pro Bundesbürger wurden gut 3740 Euro in die Gesundheit investiert.

Die meisten Ausgaben hat die gesetzliche Krankenversicherung getätigt. Ihre Ausgaben beliefen sich auf 172,4 Milliarden Euro und lagen somit um 2,3 Prozent (3,9 Milliarden Euro) über den Ausgaben des Vorjahres. Der Ausgabenanteil der gesetzlichen Krankenkasse blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant bei 57,4 Prozent. Nahezu unverändert blieb auch der Anteil der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck mit 13,5 Prozent (2011: 13,6 Prozent). Sie gaben mit 40,6 Milliarden Euro rund 1,6 Prozent (0,6 Milliarden Euro) mehr aus als im Vorjahr.