Apokix Umfrage: Apotheken wollen Online-Services

87 Prozent der befragten Apotheken sehen jedoch, dass es eine hohe Herausforderung ist, Online-Services anzubieten. Darum sehen eine große Mehrheit der Befragten die Vorteile einer apothekenexklusiven Online-Plattform.

Laut Apokix-Umfrage finden es 88 Prozent der Apotheker attraktiv, sich solch einer bei Kunden bekannten Plattform anzuschließen, um mit relativ geringem Aufwand viele Kunden erreichen zu können. Wichtig ist ihnen dabei, dass Kunden auf der Plattform ihre Stammapotheke hinterlegen können.
Auf der Plattform die Kunden der Apotheken einsammeln, aber individuelle vor Ort digital bedienen – das ist das Angebot von WAVEdigital

Versender erhöhen weiter Marktanteil beim OTC

Dagegen schwächelt der Umsatz im Versandhandel bei den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln weiterhin und trotz aller Bemühungen der Versender: Der Umsatz ging um 1,6 Prozent zurück – und dies bei einem Anteil von gerade einmal höchstens 1 Prozent der Versender am Rx-Geschäft im deutschen Apothekenmarkt. Der große Teil davon, sind die sog. "Lifestyle Produkten".

Brandenburg kämpft um jede Arztpraxis, in Berlin ist in weiten Teilen jedoch medizinisch übervesorgt. Dies ist nun aber im hausärztlichen Bereich nicht mehr so – denn demnächst können wohl auch in Berlin nicht mehr alle Hausarztpraxen nachbesetzt werden.

Berlins KV-Vize Dr. Burkhard Ruppert will sich deshalb eng mit der KV Brandenburg abstimmen, wie er anlässlich der anstehenden Entsperrung bei den Hausarztsitzen ankündigte. Keinesfalls wolle man eine Sogwirkung nach Berlin provozieren. Es müsse vielmehr darum gehen, möglichst schnell mehr Haus­ärzte ins System zu bekommen – und zwar bundesweit.

Von den 53 Ärzten, die 2017 in Berlin einen Facharztabschluss in der Allgemeinmedizin gemacht hätten, seien nur 20 im Vertragsarztregister der Hauptstadt eingetragen. Wo die anderen stecken, wisse niemand.

verlässt London kurz vor dem Brexit

Bis Ende März 2019 muss somit ein Mega-Umzug mit zahllosen Relocationdiensten bewältigt werden. Spannend dabei: Die EMA will den gesamten Umzug transparent und für die Öffentlichkeit mit einem Monitoring überschaubar machen.

"In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir gemeinsam mit den niederländischen Behörden gute Fortschritte erzielt", freute sich EMA-Direktor Guido Rasi in Den Haag. "Aber die Zeit drängt und ist äußerst knapp – ein komplett eingerichtetes und funktionstüchtiges Gebäude in Amsterdam schrittweise zu beziehen. Unsere rund 900 Mitarbeiter werden nach und nach von London nach Amsterdam umziehen."

Berlin fordert Impfpflicht

Die Freie Demokraten fordern schon seit 2017, dass die Durchsetzung einer allgemeinen Impfpflicht für Kinder bis 14 Jahre gemäß Paragraf 20 Absatz 6 Infektionsschutzgesetz stärker reglementiert werden soll. In Berlin soll dies nun erstmalig passieren – es wurde am 19.01 ein Antrag gestellt, die Impfpflicht für Kinder bis zum 6. Lebensjahr einzuführen.

Arzneimittelüberwachung soll reformiert werden

Es gab in Brandenburg den Skandal mit Lunapharm, dem Unternehmen wird vorgeworfen, in Griechenland gestohlene und womöglich unsachgemäß gelagerte Krebsmedikamente an deutsche Apotheken geliefert zu haben.

Ein Apotheker aus dem Ruhrgebiet wurde wegen gepanschter Krebsmedikamente zu zwölf Jahren Haft und einem lebenslangen Berufsverbot verurteilt. Dieser Apotheker hatte jahrelang lebenswichtige Medizin seiner Patienten gestreckt.

Apothekenzahl sinkt erneut auf 19.529

Schon zum Halbjahr sank die Zahl der Apotheken auf 19.591 – daswaren Ende Juni somit schon 157 Betriebsstätten weniger als Ende 2017. Im gesamten Jahr 2017 war die Apothekenzahl um 275 oder 1,4 Prozent gesunken.

Monopolkommission will Apothekenpreise teilweise freigeben

"Es sollte allen Apotheken freigestellt werden, den Patienten einen Rabatt bis maximal in Höhe der Zuzahlung gesetzliche Versicherter zu gewähren", schreibt das Gremium in dem bisher unveröffentlichten Papier. "Dies würde eine Zunahme des Wettbewerbs zwischen Apotheken auslösen, die neben der Servicequalität dann auch über den Preis konkurrieren." Es soll damit ein Preiswettbewerb zwischen den Apotheken entstehen und man hat die Hoffnung, dass der Wettbewerb dafür sorgen wird, dass Krankenkassen, private Krankenversicherungen und Patienten künftig noch weniger für Arzneimittel zahlen werden.

Rx-Versandhandel stagniert

Knapp 900 Millionen Euro Umsatz wurde in den ersten neun Monaten des Jahres mit Arzneimitteln im Versandhandel gemacht, eine Steigerung um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Drei von vier Präparaten sind dabei rezeptfrei. Das OTC-Segment verbucht eine Umsatzsteigerung von 8 Prozent. Der Umsatz mit rezeptpflichtigen Präparaten ging um knapp 1 Prozent zurück. Während der Absatz mit OTC-Arzneimitteln um 6 Prozent zulegte (87,8 Millionen Packungen), blieb die Nachfrage nach Rx-Arzneimitteln nahezu konstant bei 6,2 Millionen Packungen, (+ 0,4 Prozent).

Burda-Medium „Focus Money“ rät zum Investment in Versandapotheken

Das sind die Meldungen aus dem Burda Verlag, welcher ja kürzlich mit der NOWEDA den sog. "Zukunftspakt Apotheke" einging.