verlässt London kurz vor dem Brexit

Bis Ende März 2019 muss somit ein Mega-Umzug mit zahllosen Relocationdiensten bewältigt werden. Spannend dabei: Die EMA will den gesamten Umzug transparent und für die Öffentlichkeit mit einem Monitoring überschaubar machen.

"In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir gemeinsam mit den niederländischen Behörden gute Fortschritte erzielt", freute sich EMA-Direktor Guido Rasi in Den Haag. "Aber die Zeit drängt und ist äußerst knapp – ein komplett eingerichtetes und funktionstüchtiges Gebäude in Amsterdam schrittweise zu beziehen. Unsere rund 900 Mitarbeiter werden nach und nach von London nach Amsterdam umziehen."

Berlin fordert Impfpflicht

Die Freie Demokraten fordern schon seit 2017, dass die Durchsetzung einer allgemeinen Impfpflicht für Kinder bis 14 Jahre gemäß Paragraf 20 Absatz 6 Infektionsschutzgesetz stärker reglementiert werden soll. In Berlin soll dies nun erstmalig passieren – es wurde am 19.01 ein Antrag gestellt, die Impfpflicht für Kinder bis zum 6. Lebensjahr einzuführen.

Arzneimittelüberwachung soll reformiert werden

Es gab in Brandenburg den Skandal mit Lunapharm, dem Unternehmen wird vorgeworfen, in Griechenland gestohlene und womöglich unsachgemäß gelagerte Krebsmedikamente an deutsche Apotheken geliefert zu haben.

Ein Apotheker aus dem Ruhrgebiet wurde wegen gepanschter Krebsmedikamente zu zwölf Jahren Haft und einem lebenslangen Berufsverbot verurteilt. Dieser Apotheker hatte jahrelang lebenswichtige Medizin seiner Patienten gestreckt.

Apothekenzahl sinkt erneut auf 19.529

Schon zum Halbjahr sank die Zahl der Apotheken auf 19.591 – daswaren Ende Juni somit schon 157 Betriebsstätten weniger als Ende 2017. Im gesamten Jahr 2017 war die Apothekenzahl um 275 oder 1,4 Prozent gesunken.

Monopolkommission will Apothekenpreise teilweise freigeben

"Es sollte allen Apotheken freigestellt werden, den Patienten einen Rabatt bis maximal in Höhe der Zuzahlung gesetzliche Versicherter zu gewähren", schreibt das Gremium in dem bisher unveröffentlichten Papier. "Dies würde eine Zunahme des Wettbewerbs zwischen Apotheken auslösen, die neben der Servicequalität dann auch über den Preis konkurrieren." Es soll damit ein Preiswettbewerb zwischen den Apotheken entstehen und man hat die Hoffnung, dass der Wettbewerb dafür sorgen wird, dass Krankenkassen, private Krankenversicherungen und Patienten künftig noch weniger für Arzneimittel zahlen werden.

Rx-Versandhandel stagniert

Knapp 900 Millionen Euro Umsatz wurde in den ersten neun Monaten des Jahres mit Arzneimitteln im Versandhandel gemacht, eine Steigerung um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Drei von vier Präparaten sind dabei rezeptfrei. Das OTC-Segment verbucht eine Umsatzsteigerung von 8 Prozent. Der Umsatz mit rezeptpflichtigen Präparaten ging um knapp 1 Prozent zurück. Während der Absatz mit OTC-Arzneimitteln um 6 Prozent zulegte (87,8 Millionen Packungen), blieb die Nachfrage nach Rx-Arzneimitteln nahezu konstant bei 6,2 Millionen Packungen, (+ 0,4 Prozent).

Burda-Medium „Focus Money“ rät zum Investment in Versandapotheken

Das sind die Meldungen aus dem Burda Verlag, welcher ja kürzlich mit der NOWEDA den sog. "Zukunftspakt Apotheke" einging.

Shop Apotheke steigt in den SDAX auf

Der Versandhändler Shop Apotheke Europe hat in den vergangenen Jahren nicht nur sein operatives Geschäft ausgebaut, nun wird die nach eigener Einschätzung führende Online-Apotheke Kontinentaleuropas am 24. September 2018 auch in den SDAX aufgenommen. Das gab das im niederländischen Venlo ansässige Unternehmen unter Berufung auf eine Entscheidung der Deutsche Börse AG in einer Pressemeldung bekannt.

Ende des Filialbooms

Nach Einführung des Fremd und Mehrbesitzes 2004, ist bis 2010 die Anzahl der Filialen auf knapp 3500 gestiegen. Zwischen 2016 und 2017 ist die Filialzahl dann zuletzt aber weniger stark gestiegen, nämlich um 96 auf 4512. Und die Zahlen von 2018 zeigen deutlich, dass es auch weniger Filialen gibt – somit schließen auch zunehmend die ertragsschwachen Filialen.

Positionspapier E-Health der CDU/CSU-Fraktion

Die Politik ist stärker als zuvor gefordert ihre Führungsrolle wahrzunehmen. Digitalisierung muss als sektorenübergreifende Teamaufgabe verstanden werden. Bei der Verteilung künftiger Zuständigkeiten muss aus Fehlern der Vergangenheit gelernt und , sofern erforderlich, nachjustiert werden.

Das Innovationstempo im IT-Sektor wie auch in der Medizin ist hoch. Das macht es erfor
derlich, bei neuen digitalen Lösungen und Modellprojekten bereits im frühen Entwicklungsstadium ein Höchstmaß an Interoperabilität zu anderen Strukturen und Akteuren (technologisch wie auch organisatorisch) sicherzustellen.

Digitalisierung muss unter der Bedingung höchster Datenschutz- und Sicherheitsstandards
erfolgen. Zugleich sollen innovative Verbesserungen für tausende Patienten nicht durch veraltete oder unsachgemäße Datenschutznormen ausgebremst, verhindert oder gar bestraft werden.